Einsendeaufgaben gestern und heute

Kürzlich habe ich mich für ein Video intensiver damit beschäftigt, was Einsendeaufgaben ausmacht und wie sich diese im Laufe der Zeit verändert haben.

Lange Zeit war es so, dass Einsendeaufgaben auf Papier erstellt wurden, oft sogar handschriftlich, und dann per Post an das Fernlehrinstitut geschickt wurden. Von dort wurden die Einsendeaufgaben dann an den Tutor geschickt, ebenfalls per Post, dieser brauchte eine Zeit, bis er sie (handschriftlich) korrigiert hat, dann gingen sie zurück zur Fernschule und von dort aus dann endlich zurück zum Fernschüler, der mittlerweile schon mit ganz anderen Themen beschäftigt war und sich in das Thema der Einsendeaufgabe zunächst wieder einarbeiten musste.

Und wenn es ganz übel lief, dann ging auf dem Postweg sogar noch die Einsendeaufgabe verloren. Wohl dem, der dann die Möglichkeit hatte, vorab eine Kopie anzufertigen, auf die dann zugegriffen werden konnte. Das dürften aber wohl die wenigsten gewesen sein, die zu Hause über einen Kopierer verfügen konnten oder dafür in ein Geschäft gegangen sind.

Und heute? Heute werden die Einsendeaufgaben üblicherweise am PC erstellt und auf dem Online-Campus der Anbieter hochgeladen, der Tutor wird benachrichtigt, kann sie dort herunterladen, am Rechner korrigieren und das Ergebnis wieder hochladen, worüber wiederum der Teilnehmer informiert wird. Im besten Fall kann so eine Korrektur innerhalb weniger Stunden vorliegen, während es früher oft Tage oder gar Wochen gedauert hat, bis das Ergebnis vorlag. – Okay, es sollte schon angemerkt werden, dass sich auch heute der Tutor nicht immer gleich auf die Einsendeaufgaben stürzt, so dass immer noch eine Weile vergehen kann, bis die Rückmeldung kommt. Aber zumindest die Postlaufzeiten fallen komplett weg.

Für die Zukunft gibt es schon Überlegungen, wie Aufgaben gleich online in Echtzeit automatisiert korrigiert werden können, um den Teilnehmern eine unmittelbare Rückmeldung zu geben. Und in vielen Bereichen, gerade wenn die Antworten standardisiert sind und zum Beispiel mit Single oder Multiple Choice gearbeitet wird oder es sich um Lückentexte handelt, funktioniert das auch heute schon. Mitunter sind die Systeme sogar schon so intelligent, dass entsprechend weitere Übungsaufgaben vorgeschlagen werden oder das Anspruchsniveau erhöht wird. So können sich die Tutoren dann auf die anspruchsvolleren Aufgaben konzentrieren, bei denen umfangreichere Texte zu erstellen oder Probleme zu lösen sind.

Mehr dazu, was sich überhaupt hinter Einsendeaufgaben verbirgt und welche Arten von Einsendeaufgaben es gibt in diesem FAQ-Video:

Was hat es mit den Einsendeaufgaben im Fernstudium auf sich?